Neues aus London

Wir wohnen jetzt in Hampstead und es ist wunderbar

27.01.2016

Kenwood House

Kenwood House liegt auf dem Hügel im Hampstead Heath

 

Noch vor Weihnachten sind wir nach Hampstead umgezogen. Die Vermieter unseres Hauses in Chiswick haben uns mitgeteilt, dass wir ausziehen müssen, weil sie das Haus verkaufen wollen. Erst waren wir entsetzt, doch dann haben wir eine wunderbare neue Bleibe in Hampstead Heath gefunden.  Wir sind ganz begeistert: Dieser Teil des Londoner Nordens ist lebendig, bunt, grün und es gibt unglaublich viel Interessantes zu entdecken.

Unser Haus steht am Hang und wir haben eine tolle Aussicht auf  die  Stadt. Man kann die Hochäuser in der City und das London Eye sehen. Morgens geht die Sonne über  dieser Kulisse auf und taucht sie in rötliches Licht. Die Sonnenuntergänge sind nicht minder spektakulär.

Direkt hinter unserem Haus beginnt Hampstead Heath, ein großer Park mit 18 Seen. In dreien davon darf man schwimmen: im Männer-Teich, im Frauen-Teich und im gemischten Teich. Wir freuen uns schon auf den Sommer, dann können wir nach dem Frühstück mal kurz in den See springen... Im Norden des Parks steht das berühmte Kenwood House.  In seiner Gemäldegalerie hängen Bilder von Rembrandt und Vermeer. Hier lebte  im 18. Jahrhundert Dido Elisabeth Belle .Sie war die Tochter eines  Kapitäns der Royal Navy.und einer freigelassenen Sklavin und wuchs in der Familie des  Earl of Mansfield, in Kenwood House auf.  Berühmt wurde sie durch den 2013 gedrehten Kinofilm "Belle" und das gleichnamige Buch von PaulaByrne. Eine interessante Geschichte über eine starke Frau, Kolonialismus und die Abschaffung der Sklaverei.

Im Ort Hampstead Heath gibt es jede Menge nette Cafés , Pubs, Restaurants und Läden. Nicht weit von uns entfernt wohnte der Autor George Orwell .  Ganz in der Nähe steht das Goldfinger Haus, das 1939 von Ernö Goldfinger gebaut wurde. Er lebte selbst mit seiner Familie in dem Bauhaus-inspirierten Gebäude. Sein Nachbar, der Autor  Ian Flemming fand das Haus so schrecklich, dass er den Bösewicht in seinem  James-Bond-Roman nach Golfinger benannte. Heut e enthält das Goldfinger-Haus  eine  Kunstsammlung mit Werken von Marcel Duchamp, Henry Moore und Max Ernst.

Auch das Keats Haus in unsere Nachbarschaft haben wir schon entdeckt.  Hier lebte der kranke Dichter John Keats  bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1821. Im Museum kann man seinen Arbeitsplatz  und seine Manuskripte besichtigen. Es gibt regelmäßig  Dichterlesungen und  Vorträge. Nebenan ist eine Bücherei, die ebenfalls Veranstaltungen anbietet.

Wer den Keats Grove nach oben weiter geht kommt nach Hampstead Village. Dort geht es eleganter zu, als in Hampstead Heath: poshe Boutiquen und Restaurants, aber auch viele nette Cafés und Kneipen. Und natürlich viele eindrucksvolle Häuser. Schließlich wohnen  hier  Promis wie der Schriftsteller John le Carré und die Musiker Boy George und Harry Styles. Früher gab es in Hampsted eine Quelle mit gesundem Wasser. Die Londoner pilgerten auf den Hügel um dort Heilbäder zu nehmen. Heute sind aus der Zeit als Hampstead ein Kurort war nur noch die gemütlichen Pubs übrig geblieben.

 

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Tina Stadlmayer / Diplom-JournalistinTina Stadlmayer RSS Feed Tina Stadlmayer auf Twitter

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